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Ist das ernst oder kann das weg?

Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung des Autor wieder.

Heute melden der Tagesspiegel und andere Medien den genialen Masterplan, eine seit vielen Jahren im Koma liegende Baustelle namens „BER“ erheblich auszubauen, auf eine Kapazität für 58 Millionen Passagiere.

Mit einiger Sicherheit liegt dieser Masterplan schon seit einiger Zeit in der Schublade, um ihn jetzt geschickt zu platzieren, damit vielleicht das umstrittene Tegel-Referendum zu Fall zu bringen.

Aber nehmen wir mal an, das klappt so alles irgendwann mal: Es gibt eine einfache Frage. Wie will man eigentlich den ganzen Verkehr bewältigen, den diese 58 Millionen Menschen verursachen, natürlich auf gepaart mit dem automatisch ansteigenden Frachtvolumen.

Eigentlich ist der Flughafen nur über die A113 erreichbar, eine schon jetzt als chronisch zu bezeichnende Stautobahn. Also scheidet ein starker Zuwachs des Straßenverkehrs aus.

Erinnert sich eigentlich noch jemand diese durchgeknallte Bausenatorin, die drölfzig Jahren Bauzeit für die A113 stolz in Menge jubelte, dass man jetzt in einer Viertelstunde von der City am neuen Flughafen sei. Übrigens die gleiche Kompetenzgröße, die den stillgelegten Flughafen Tempelhof als Jahrhundertprojekt für die Bürger bezeichnet, weil ja angeblich die Nutzungspläne schon alle bereitlägen.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/flughafen-tempelhof-junge-reyer-stellt-plaene-fuer-oeffnung-vor/1591368.html

Was ist mit der Bahn? Einerseits muss die eigentlich erst noch gebaut werden, aber erinnert sich noch jemand an das Problem mit der Brandschutzgenehmigung. Die Verbindung zwischen Terminal und Bahnhof wurde nur zugelassen, wenn die Anzahl der Zugbewegungen stark eingeschränkt bleibt, weil eine bauliche Veränderung als nicht durchführbar erschien. Das gilt natürlich auch für die S-Bahn, die zudem keine Bahnsteigmenge wie das Olympiastadion bietet.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/hauptstadtflughafen-ber-loesung-fuer-brandschutzprobleme-in-sicht/13796346.html

Bliebe der Hoffnungsschimmer U-Bahn, die tatsächlich teilweise oberirdisch „irgendwie“ zum Terminal geführt werden könnte. Da freut sich jetzt der Planer, schließlich gilt ja Hindernisfreiheit an so einem Flughafen.

Dann wäre noch die Anzahl der Flugbewegungen. Mal abgesehen davon, dass keine Panne passieren darf und die ganzen Flugzeuge wie an einer Perlenkette im Mindestabstand geführt werden müssen, Rostock-Laage kann schon mal anbauen.

Und wen interessiert schon der Anwohner, der quasi vakuumversiegelt Außenluft durch den lärmenden Ventilator schnuppern darf. Haustür-Öffnen bitte nur Gehörschutz und Garten ist nicht.

Und das alles mit jetzt nun noch zwei Start-/ und Landebahnen, anstatt ehemals sechs.

Der Wahnsinn hat hier wirklich Methode und man kann diesem Treiben wirklich nur noch fassungslos zusehen. Denn diese verdammte Politik lässt sich nicht abstellen.


http://www.tagesspiegel.de/berlin/hauptstadtflughafen-ber-soll-in-fuenf-etappen-ausgebaut-werden/20244636.html

 

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