Zurückschauend hat die Weltkonferenz „Umwelt und Entwicklung“ der Vereinten Nationen 1992 in Rio de Janeiro vielleicht gerade noch rechtzeitig den Weltwassertag ins Leben gerufen. Seitdem ist jährlich am 22. März Weltwassertag.

Natürlich stellt sich jetzt jeder die Frage, ach wieder diese Symbolpolitik. Jedoch gilt es zu bedenken, ohne Symbole gibt es keine Auseinandersetzung mit der dahintersteckenden Problematik. Gerade beim Thema Wasser sollten alle Ohren aufgehen aufgrund der Alarmsignale die wir derzeit ständig erhalten.

Jedoch hören wir immer: das ist alles weit weg, das betrifft uns nicht. Stimmt, was interessiert es uns, dass derzeit in Kapstadt das Wasser für die Bevölkerung rationiert wird, das woanders in Afrika ganze Herden verenden oder auch der Jordan kaum noch Wasser führt. Ist alles ganz weit weg.

Auch die Vereinigten Staaten sind weit weg. In den Nachrichten nehmen wir am Rande zu Kenntnis, dass ganze Landstriche seit Jahren nicht genügen Wasser mehr für die Bevölkerung als auch die dort lebenden Tiere hat. Es wird ja dort künstlich gelöst über teure Bauprojekte, die natürlich nur der menschlichen Bevölkerung helfen.

Und wenn man sich das Motto des diesjährigen Wassertages anschaut, da steht „Nature-Based Solutions for Water“ auf gut Deutsch, naturbasierte Lösungen für Wasser. Das steht natürlich im Widerspruch zu den Lösungen die Ingenieure gerne suchen.

Natürlich können wir aus Deutschland heraus nicht die Probleme woanders in der Welt direkt lösen, jedoch können wir vor der eigenen Haustür anfangen, auf nationaler besser der Europäischen Ebene.

Das beginnt bei der Gewässerbewirtschaftung, dazu gehört es Rückhaltebereiche für Wasser in der Natur zu bewahren bzw. neu zu schaffen. Gleichzeitig dient es auch dem Hochwasserschutz, wenn wir uns die naturnahen Auen ansehen. Hier gilt es sich Gedanken zu machen, was auf Dauer besser ist, Mauern oder die Natur in ihrer Natürlichkeit positiv für uns alle zu Nutzen. Es geht bis dahin, unseren eigenen Verbrauch an Wasser kritisch zu betrachten.

Denn wir müssen bedenken, alleine unser geliebter Becher Frühstückskaffee bedeutet einen Gesamtwasserverbrauch von 140 Litern. Und letzteres nicht nur bei uns vor der Haustür sondern bis hinein in die Erzeugernationen.

Der verantwortliche Umgang mit Wasser beginnt im Kleinen und bei uns selbst.

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