CSD Diskriminierung

Coming Out Day 2016


Der Coming Out Day wird am 11. Oktober 2016 von Schwulen, Lesben und Transgendern gefeiert. An diesem Tag wird weltweit dazu aufgerufen, sich zum Beispiel als schwuler Mann oder lesbische Frau zu outen und damit offiziell zu seiner Neigung zu stehen. Der Tag dient allerdings nicht dazu, dass Personen von anderen Menschen aus ihrem Umfeld unfreiwillig geoutet werden. Das Outing soll aus freien Stücken geschehen. Außerdem eignet sich der Tag, um ein zukünftiges Outing in Erwägung zu ziehen und diesen Schritt zu überdenken.

Die Tradition des Coming Out Day geht auf den zweiten nationalen „March on Washington for Lesbian and Gay Rights“ zurück: Am 11. Oktober 1987 demonstrierten rund 500.000 Menschen in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. für die Gleichberechtigung Homosexueller. Bereits am ersten offiziell gefeierten Coming Out Day im Jahr 1988 haben Tausende Schwule und Lesben ihre Namen in US-amerikanischen Zeitungen veröffentlichen lassen. In der Schweiz wird der Coming Out Tag erst seit Mitte der 1990er-Jahre begangen.

Bei vielen Menschen, die sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen, kommt es im Lauf ihres Lebens zum sogenannten Coming Out. Dieser Prozess umfasst die zwei Phasen: des „Sich-bewusst-Werdens“ und „Sich-Selbst-Eingestehens“. Es geht also um die Erkenntnis, sich zu gleichgeschlechtlichen Personen hingezogen zu fühlen. Der erste Schritt wird auch als inneres Coming-out sich selbst gegenüber bezeichnet. Der zweite Schritt bezeichnet den Kontakt nach außen: Es findet ein Coming Out bei Familie, Freunden oder Kollegen statt und der Betroffene hebt sich bewusst von der Masse der Heterosexuellen ab. Im Zuge des Coming Outs wird den Angehörigen oft vermittelt, dass es sich bei der eigenen Neigung nicht um eine Krankheit oder Anomalität handelt – vor allem, wenn das Coming Out Älteren gegenüber stattfindet, die eher konservativ eingestellt sind.

Teils vollzieht sich der innere Prozess bereits in der frühen Jugend oder in der späten Kindheit. Andere sind sich erst im höheren Alter über ihre sexuelle Orientierung im Klaren. Die meisten Personen haben ihr Coming Out im Schulalter, also etwa zum Zeitpunkt der Pubertät. In diesem Alter trauen sich viele jedoch nicht, Hilfe von anderen zu erbitten. Dies ist vor allem der Fall, wenn sie merken, dass ihre Neigung gesellschaftlich nicht akzeptiert wird. Selbst die eigenen Eltern werden oft nicht darüber informiert. Das Coming Out kann zu einer Lebenskrise führen, die zu Selbsttötungsabsichten oder realisierter Selbsttötung führen kann. Beratungsstellen in den größeren Städten und Info-Seiten im Internet versuchen dabei zu helfen, die eigene Homosexualität anzunehmen und damit umzugehen. Die Selbsttötungsrate bei pubertierenden Homosexuellen ist wesentlich höher, als bei gleichaltrigen Heterosexuellen. Dem Coming Out Day kommt daher eine besondere Bedeutung hinsichtlich der Aufklärung und gesellschaftlichen Akzeptanz zu.


Der Text „Coming Out Day“ wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.

(Mit Material von: Wikipedia)

 

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